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Spam: E-Müll vermeiden

von Thorsten Storck


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Für viele Computernutzer ist es ein tägliches Leid - das Entsorgen von "E-Müll". Unerwünschte Werbepost versperrt oft den Blick auf die wirklich lesenswerten elektronischen Briefe. Sein Spam-Aufkommen minimieren kann jedoch, wer intelligente Filter einsetzt und ein paar Verhaltenstipps beherzigt.

Ein vorsichtiger Umgang mit den eigenen Kontaktdaten zum Beispiel kann den Spam-Versendern das Handwerk erheblich erschweren. "Man sollte aufpassen, wo und wem man seine Adresse bekannt macht", rät Frank Richter, Anti-Spam-Experte am Universitätsrechenzentrum der TU Chemnitz. Eine der Hauptfundstellen seien Internetseiten, die Spammer automatisch nach veröffentlichten E-Mail-Adressen durchsuchen lassen. Adressen in Forenbeiträgen und Gästebüchern zu nennen, sei eine sichere Methode, um bald darauf Werbemüll zu erhalten.

Wollen Betreiber von privaten Homepages Besuchern die Möglichkeit geben, Nachrichten zu hinterlassen, sollte eine E-Mail-Adresse nicht im Klartext zu lesen sein. "Besser ist es in diesem Fall, auf einen Link zu verzichten und stattdessen ein Kontaktformular anzubieten", empfiehlt Computerexperte Frank Richter. Das "@"-Zeichen etwa durch die Buchstaben "at" zu ersetzen, überliste viele Spam-Roboter dagegen nicht.

Marco Nassenstein von der Verbraucherschutzinitiative Antispam mit Sitz in Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) empfiehlt, mit E-Mail-Grußkarten zurückhaltend zu sein. Zudem sollte etwa bei Gewinnspielen, Umfragen und Online-Shopping auf die Angabe der E-Mail-Adresse - so oft es geht - verzichten werden. "Dafür, dass die Adresse nicht verkauft wird oder durch Sicherheitslecks an Dritte gelangt, gibt es keine Gewähr."

In Fällen, in denen es sich nicht vermeiden lässt, seine Kontaktdaten auch an Unbekannte weiterzugeben, erfüllt eine "Wegwerf-Adresse" ihren Dienst. Landet dann unerträglich viel Spam im Postfach, wird einfach eine neue Adresse eingerichtet. So dürfte eine parallel vorhandene persönliche E-Mail-Adresse, die nur vertraute Menschen kennen, von unerwünschten Zuschriften weitestgehend verschont bleiben.


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